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Heavy T-Shirt Box DNA – PUGILIST

Heavy T-Shirt Box DNA – PUGILIST

Normaler Preis €50,00 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €50,00 EUR
Sale Ausverkauft
Inkl. Steuern. Versand innerhalb Deutschlands inklusive

Schwerer als ein klassisches T-Shirt. Das merkst du am Griff, am Fall und an der Form.

Ca. 240 g/m² Heavyweight Kräftiger Stoff mit deutlich mehr Substanz
Fester Griff Dichtes Gewebe mit stabilem, schwerem Fall
Relaxed Fit Weiter Unisex-Schnitt mit klarer Form
Farbe
Größe
Größe und Passform

Das Heavy T-Shirt hat einen weiten, geraden Relaxed Fit. Für den vorgesehenen lockeren Sitz wählst du in der Regel deine normale Größe.

Größe Brust Länge Ärmel
XXS49,56822,5
XS527023
S557324
M587625
L617826
XL648026
XXL678227
3XL708428

Maße des Kleidungsstücks in cm. Brust = halbe Brustbreite. Vergleiche die Werte mit einem Heavy T-Shirt, das dir gut passt.

  • Versand innerhalb Deutschlands inklusive
  • In Deutschland bedruckt und veredelt
  • 14 Tage Widerrufsrecht
  • Persönlicher Kontakt aus Kiel
Produktion & Versand

Dieses Produkt wird erst nach deiner Bestellung für dich bedruckt. Die Produktion dauert aktuell in der Regel 7–10 Werktage. Sobald deine Bestellung versendet wurde, erhältst du automatisch eine Sendungsverfolgung.

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PUGILIST.

Ein Wort aus einer anderen Zeit.

Pugilist ist eine alte Bezeichnung für einen Faust- oder Boxkämpfer. Der Begriff geht auf das lateinische pugil – Faustkämpfer – zurück.

Wir haben ihn nicht wieder hervorgeholt, weil er alt klingt.

Sondern weil in diesem Wort etwas steckt, das Boxer allein nicht vollständig erzählt.

Der Pugilist steht im Ring, lange bevor entschieden ist, wer gewinnt. Keine Medaille. Kein Gürtel. Keine Siegerpose. Nur Bandagen, Deckung und die Bereitschaft, sich dem zu stellen, was vor ihm steht.

Haltung. Disziplin. Ausdauer.

Das Rückenmotiv zeigt bewusst keinen bestimmten Boxer. Der Mann darauf hat keinen Namen. Er steht für das Handwerk des Boxens – und für all die Stunden, von denen später niemand spricht.

Für den Geruch einer alten Halle.
Für abgewetzte Ringseile.
Für Leder, das schon bessere Tage gesehen hat.
Für Bandagen, die wieder aufgewickelt werden.
Für Training, wenn keine Zuschauer da sind.

Die Gestaltung bleibt fast vollständig monochrom. Gebrochenes Creme, tiefes Schwarz und Grautöne lassen den Print wirken wie eine alte Boxfotografie, die irgendwann zwischen Trainingsplänen, Zeitungsausschnitten und vergilbten Veranstaltungsplakaten liegen geblieben ist.

Keine Siegerkränze. Kein Heldentheater. Kein künstlicher Retro-Schmuck.

Auf dem Rücken steht der Boxer allein im Ring. Die Deckung oben, der Blick konzentriert. Darüber nur ein Wort:

PUGILIST.

Daneben drei Begriffe:

Haltung. Disziplin. Ausdauer.

Und ein Satz, der nicht erklärt, wer gewinnt:

Im Ring zählt der Wille.

Vorne wird das Motiv auf seine Zeichen reduziert: der breite PUGILIST-Schriftzug, zwei alte Boxhandschuhe und dieselben drei Begriffe. Präsent genug, um für sich zu stehen. Ruhig genug, damit der Rücken die Geschichte übernimmt.

Schwerer Stoff für ein schweres Motiv.

Das Design sitzt auf einem 240-g/m² Heavy T-Shirt aus 100 % Bio-Baumwolle. Der kräftige Open-End-Jersey hat einen festen Griff und einen weiten Relaxed Fit. Das Shirt fällt ruhig, trägt sich deutlich schwerer als ein klassisches T-Shirt und gibt dem großen Rückenprint genau die Fläche, die er braucht.

Unisex geschnitten. Für Boxhalle, Straße und alles dazwischen.

PUGILIST ist keine Verklärung vergangener Zeiten.

Es ist eine Verbeugung vor dem Boxen selbst. Vor seinem Handwerk. Vor denen, die trainieren, antreten und ihren Platz im Ring einnehmen.

Manche werden später erinnert.

Viele nicht.

Der Ring macht da keinen Unterschied.

Box DNA aus Kiel. Haltung. Disziplin. Ausdauer.

Material und Zertifizierungen

100 % kardierte Bio-Baumwolle aus ca. 240 g/m² Heavy Single Jersey. Das vorgewaschene Open-End-Gewebe hat einen dichten, schweren und leicht texturierten Griff.

Zertifizierungen: Der verwendete Textilrohling ist nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert und nach OEKO-TEX Standard 100 auf gesundheitlich bedenkliche Schadstoffe geprüft.

GOTS umfasst ökologische und soziale Anforderungen entlang der textilen Lieferkette und stellt die Rückverfolgbarkeit der Bio-Baumwolle sicher. OEKO-TEX Standard 100 prüft das fertige Textil auf eine umfangreiche Liste regulierter und gesundheitlich bedenklicher Substanzen.

Weiter Relaxed Fit mit eingesetzten Ärmeln, stabilem Rippkragen und breiten Doppelabsteppungen an Ärmeln und Saum. Mit eigenem Nackendruck sowie Front- und Rückenprint in Deutschland bedruckt und veredelt.

Pflege

Bei maximal 30 °C auf links waschen. Nicht bleichen, nicht in den Trockner geben und den Aufdruck nicht direkt bügeln. Nach dem Waschen in Form ziehen und am besten an der Luft trocknen lassen.

Versand und Rückgabe

Der Preis enthält den Versand innerhalb Deutschlands. Viele Teile werden nach Bestelleingang veredelt. Die aktuellen Angaben zur Bearbeitung findest du im Bestellprozess und in deiner Bestellbestätigung.

Für Bestellungen gilt das gesetzliche Widerrufsrecht. Alle Hinweise und die aktuelle Retourenadresse findest du in unserer Widerrufsbelehrung.

Produktsicherheit und Herstellerangaben

Verantwortliches Unternehmen für Veredelung und Versand:

Heldenwerbung GmbH
Vertreten durch den Geschäftsführer Angelo Grodzki
Oderstr. 63
14513 Teltow
Deutschland

Telefon: +49 (0)30 22012925
E-Mail: hello@shirt-king.de

USt-IdNr.: DE302205748
Registergericht: Amtsgericht Berlin
Handelsregisternummer: HRB 170628

Hersteller des Textilrohlings:

Stanley and Stella SA
Rue Jules Cockx 8–10
Building Delta, 3. Etage
1160 Auderghem
Belgien

E-Mail: customercare@stanleystella.com

Vollständige Details anzeigen
Mirko Oswald bei Gartenbauarbeiten in Kiel und Umgebung
Mirko Oswald als Kampfrichter bei einer Siegerentscheidung im Boxring

Hinter Knockout Collection

Aus Kiel. Geformt im Ring.

Ich bin Mirko Oswald. Ich arbeite als Landschaftsgärtner in Kiel und Umgebung, bin Boxtrainer und Kampfrichter. Knockout Collection ist dort entstanden, wo diese Teile meines Lebens zusammenkommen.

Draußen und in der Boxhalle zählt am Ende Ähnliches: sauber arbeiten, Verantwortung übernehmen und auch dann weitermachen, wenn es anstrengend wird. Daraus kommen 54° Nord und Box DNA. Nicht als erfundene Markenwelt, sondern aus meinem Alltag.

Entwickelt in Kiel. Bedruckt und veredelt in Deutschland.

Mehr über Knockout Collection

BOX DNA · GESCHICHTE

Nicht jeder verlor seinen Platz im Ring durch einen besseren Gegner.

Pugilist ist ein heute veralteter Begriff für einen Faust- oder Boxkämpfer. Das Wort geht auf das lateinische pugil – Faustkämpfer – zurück.

Für dieses Shirt haben wir den Begriff nicht gewählt, weil er alt klingt. Sondern weil er den Menschen im Ring auf etwas sehr Einfaches zurückführt: auf seine Hände, sein Können und seine Bereitschaft anzutreten.

Die Figur auf dem Rücken zeigt deshalb bewusst keinen realen Boxer. Kein historisches Porträt. Keine konkrete Biografie. Der Pugilist bleibt namenlos.

Denn die Geschichte des Boxsports besteht nicht nur aus großen Namen, Titeln und ausverkauften Hallen. Zur deutschen Boxgeschichte gehören auch Menschen, deren sportliche Leistung irgendwann nicht mehr darüber entschied, ob sie weiter boxen durften, ihren Titel behalten konnten oder überhaupt noch einen Platz im Sport hatten.

Der Ring war nicht für jeden fair.

Drei Boxer. Drei belegte Geschichten.

Johann „Rukeli“ Trollmann

Ein Meister, dem der Titel nicht bleiben durfte.

Johann „Rukeli“ Trollmann war deutscher Sinto und einer der herausragenden deutschen Boxer seiner Zeit. Besonders seine Schnelligkeit, seine Beinarbeit und sein beweglicher Kampfstil machten ihn erfolgreich.

Am 9. Juni 1933 gewann Trollmann den Kampf um die Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht. Wenige Tage später wurde ihm der Titel durch die nationalsozialistisch geprägten Boxfunktionäre wieder aberkannt. Seine Herkunft als Sinto und die rassistische Vorstellung davon, wie ein „deutscher“ Boxer auszusehen und zu kämpfen habe, wurden gegen ihn verwendet.

Seine sportliche Karriere wurde zunehmend zerstört. Trollmann wurde verfolgt und 1942 in das Konzentrationslager Neuengamme deportiert. Er überlebte die nationalsozialistische Verfolgung nicht.

Zu den genauen Umständen und zum Zeitpunkt seines Todes existieren unterschiedliche Überlieferungen. Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme weist selbst ausdrücklich auf diese abweichende Quellenlage hin. Deshalb machen wir aus keiner dieser Versionen eine Gewissheit.

Erich Seelig

Zwei deutsche Meistertitel. Dann entschied nicht mehr der Sport.

Erich Seelig war deutscher Meister im Mittelgewicht und im Halbschwergewicht. Seine Karriere gehörte Anfang der 1930er-Jahre zu den vielversprechendsten im deutschen Profiboxen.

Im Frühjahr 1933 wurde der jüdische Boxer unter massiven Drohungen gezwungen, auf eine Titelverteidigung zu verzichten. Kurz darauf schloss der Verband Deutscher Faustkämpfer seine jüdischen Mitglieder aus und erkannte jüdischen Boxern ihre Meistertitel ab.

Seelig floh aus Deutschland. Er setzte seine Boxkarriere im Ausland fort und kämpfte später auch in den Vereinigten Staaten.

Jahrzehnte später wurde sein Ausschluss in einer deutschen Sportdarstellung noch immer verharmlosend anders erklärt. Auch das gehört zur Geschichte: Nicht nur Menschen wurden verdrängt. Teilweise wurde später auch verdrängt, warum es geschehen war.

Bully Salem Schott

Boxer. Verfolgt. Deportiert. Überlebt.

Bully Salem Schott begann als Jugendlicher in der Boxabteilung des jüdischen Sportclubs Makkabi. Sportlich erreichte er den Titel des brandenburgischen Meisters im Bantamgewicht.

1939 wurde Schott in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert, später nach Auschwitz. Im August 1944 gelang ihm die Flucht. Mit Unterstützung ehemaliger Boxfreunde überlebte er anschließend im Berliner Untergrund.

Nach dem Krieg verließ er Deutschland und emigrierte 1950 nach Australien.

Diese Geschichten sind nicht dieselbe Geschichte.

Johann Trollmann wurde als Sinto verfolgt. Erich Seelig und Bully Salem Schott wurden als Juden verfolgt. Ihre Biografien, ihre Erfahrungen und ihre Schicksale unterscheiden sich.

Wir fassen sie deshalb nicht zu einer einfachen Opfergeschichte zusammen. Was sie für die Geschichte des Boxsports verbindet, ist enger und konkreter: Ihre sportliche Leistung schützte sie nicht davor, dass Herkunft, rassistische Ideologie und staatliche oder institutionelle Ausgrenzung über ihren Platz im Sport entschieden.

Warum steht davon nichts auf dem Shirt?

Weil Erinnerung kein Dekor ist.

PUGILIST ist kein Gedenkshirt für eine einzelne Person. Es trägt kein Porträt von Trollmann, Seelig oder Schott. Keine Häftlingsnummer. Keine Symbole der Verfolgung. Keine historische Tragödie wird zum grafischen Effekt gemacht.

Der Boxer auf dem Rücken bleibt bewusst namenlos. Er steht für das Handwerk des Boxens, für Haltung, Disziplin und Ausdauer – und für die Menschen, deren Geschichte im Sport nicht allein durch ihre Leistung geschrieben wurde.

Ein Boxring sollte eine einfache sportliche Frage klären: Wer ist an diesem Tag der bessere Boxer?

Die Geschichte zeigt, dass diese Frage nicht immer die einzige war.

PUGILIST · HALTUNG. DISZIPLIN. AUSDAUER.

Quellen & historische Einordnung

Begriff „Pugilist“: Duden Online – „Pugilist“: veraltete Bezeichnung für einen Faust- oder Boxkämpfer; Herkunft aus lateinisch „pugil“.

Johann „Rukeli“ Trollmann: Deutscher Olympischer Sportbund – „Wider das Vergessen: Boxer Johann Trollmann“.

Quellenlage zu Trollmanns Tod: KZ-Gedenkstätte Neuengamme – Archivmeldung „Besuch von Rita Vowe-Trollmann“, 20. April 2019.

Erich Seelig: Bundeszentrale für politische Bildung – Ausstellung „Jewish Allstars“, Biografie Erich Seelig.

Erich Seelig und Bully Salem Schott: Deutscher Olympischer Sportbund – „Verdrängt – Verfolgt – Vergessen“.

Quellenstand: September 2026. Wo historische Quellen voneinander abweichen, wird hier keine umstrittene Darstellung als gesicherte Tatsache wiedergegeben. Die aufgeführten Biografien sind Beispiele und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.